Bahnradevent im Ferry Dusika Radstadion

Wann haben Sie zum letzten Mal, etwas zum ersten Mal erlebt?

…so lautete das Motto zum ersten Rookie-Bahn-Event im Ferry Dusika Radstadion.
 
Franz Stocher – Bahnrad-Weltmeister 2003
Franz Spilauer – Race Across America Sieger 1988
Hans Seiter (Organisation), Christian Glaner (ÖRV) und Michael Alfon (UTTB)
Geplanter Ablauf
Kurze Einleitung inkl. Vorstellung der Betreuer
Einführung zum Thema Bahnradsport
Erstes Trockentraining im "Flachen"
Langsames Herantasten an die Steilkurve
Wenn Lust & Laune: Rundenzeitfahren mit fliegendem Start und "Siegerehrung"
So lautete der ursprüngliche Plan!
Nur, es passierte etwas, mit dem wir Veranstalter eigentlich nicht gerechnet hatten:
Nach der Einleitung durch den Organisator Hans Seiter, dem Ausfassen der Bahn-Renngeräte und dem Umkleiden, rollten die ersten Neo-Bahncracks bereits durch den Innenraum und Momente später kreisten sie bereits an der Cote D’Azur.
Cote D’Azur – der Bereich der Radrennbahn, der noch als „flach“ bezeichnet werden darf und mit der dicken hellblauen Linie (daher der Name) begrenzt wird.
Ex-Weltmeister Franz Stocher fasste die Meute, welche kaum noch zu bändigen war, dann doch noch zusammen, um die Regeln zu erklären und sich die ersten 8 Mann zur Brust zu nehmen. Im Klartext, die ersten 8 folgten dem, sich immer höher in die Steilkurve schraubenden, Champion. Dicht gefolgt von Michael Alfon, welcher sich die nächsten Rookies ans Hinterrad nahm. Der Rest folgte dann dem Hans, und so waren binnen kürzester Zeit sämtliche „Anfänger“ auf der Bahn unterwegs.
Nachdem dies, getrübt lediglich durch einen kleinen, kaum nennenswerten Ausrutscher eines Fahrers, über Erwarten gut verlief, war der nächste Programmpunkt – 200-METER-ZEITFAHREN“ nicht mehr aufzuhalten.
Nach einer kurzen Demonstration durch Michael Alfon, knallten Fahrer um Fahrer teilweise sensationelle Zeiten auf das sibirische Zedernholz.
Lediglich eine Runde Anlauf, – und dann 200 Meter Vollgas!
Klingt einfach, ist aber extrem schwer, – die Beine werden bereits beim Anfahren schwer, der Puls rast und nach 200 Metern ist man knapp vor dem Kollaps. Dann nicht vergessen – weitertreten (starre Nabe!), nicht zu langsam ausrollen, – Rutschgefahr!
Sieger dieses Wettbewerbs – Thomas Daxlmüller/UTTB (um mit Hans K. zu sprechen: „Der Teller ist im Burgenland!“), der zweite Platz ging nach Mödling, Platz 3 an Tirol!
Zum Ausrollen fuhr die gesamte Truppe (23 Mann + Instruktoren) dann noch gemeinsam, frei, die gesamte Breite und Steilheit (45°) nutzend, ca. ein halbe Stunde über das Wiener Holzoval.
Michael Alfon: „Ich war mehr als überrascht, wie schnell die Athleten die Sache und die Geräte im Griff hatten und heldenhaft bis an die Bande heranfuhren. Unsere UTTB’ler Edi Györög, Thomas Daxlmüller und Wolfgang Lentsch hatten überhaupt keine Probleme, sie können euch sicher mehr darüber berichten. Den Edi könnt ihr auch ruhig fragen, ab welcher Geschwindigkeit man zum Runterrutschen beginnt. Ich denk mir noch, nau der Herr Györög fährt aber schon langsam, schrei in kurz an „Edi schölla, sunst foist runter“, aber da rutscht er bereits mit dem Hinterrad ab, fängt sich aber wie ein Routinier und grinst als ob nichts geschehen wäre!
Die Sache hat extrem Spaß gemacht, und falls wir genügend UTTB’ler zusammenbekommen, steht einer Neuaustragung nicht im Wege!“
Sämtliche Reaktionen, selbst die des gestürzten Athleten, mehr als positiv, fast schon enthusiastisch!
Kurz: Wer Lust und Laune hat, die Bahn öfters zu nutzen, löst sich eine Trainingslizenz beim ÖRV (Kosten € 40,00/Jahr) oder eine Lizenz bei einem angemeldeten Radrennverein (Kosten € 50,00/Jahr)
Informationen hierfür, sowie zu allen anderen Fragen bzw. zu einer Wiederholung dieses gelungenen Projekts bei Michael Alfon (0664/1043345).

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