Unser UTTB top Athlet Markus berichtet vom Ironman Austria!! Complimenti Markus, stark💪
Vergangenen Sonntag startete ich beim Ironman Austria, meinem Höhepunkt der heurigen Saison und zugleich auch meiner einzigen Langdistanz heuer.
Ursprünglich war es nicht mein Plan hier zu starten. Aufgrund der Operation letztes Jahr hatte ich aber nur die Optionen, meinen Startplatz vom Ironman Italien 2025 zu verschieben oder die Startgebühr verfallen zu lassen. Eine Verschiebung auf einen (späteren) Ironman im Ausland kam für mich nicht in Frage, weil ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, wie es mir nach der OP gehen würde und ob ich überhaupt starten werde können. Deshalb war Kärnten meine Wahl, weil es am unkompliziertesten ist.
Ehrlich gesagt hatte ich sehr große Zweifel am Start, weil ich noch nie so wenig für eine Langdistanz trainiert habe. Laufbeginn im Februar, dann noch zwei fehlende Trainingswochen aufgrund beruflicher Ausbildung und eine kurze Krankheit… Im Vorfeld hatte ich nur zwei spezifische Einheiten trainiert, dazu nur zwei Läufe, die länger als 20 km waren… dennoch entschied ich mich für einen Start.
Und das Rennen war bis zum Lauf auch wirklich gut… Schwimmen in 57er Zeit, so schnell wie noch nie in Kärnten. Als 2. in der Ak aus dem Wasser. Die 176 km am Rad im 4:49, damit stieg ich als 3. vom Rad.
Lauf war von Beginn an nur hart. Ich musste auf den ersten 2 Kilometern 3x stehen bleiben, weil ich im linken hinteren Oberschenkel krampfte. Da muss ich mir wohl eingestehen, dass der Muskel doch noch nicht die Kraft hat, die er haben sollte… Ich lief aber weiter, weil ich solche Situationen schon kenne und ich hoffte, dass sich die Sache legen wird, was sie auch tat. Trotzdem dachte ich auch mehrmals ans Aufhören, mit dem Mindset aus früheren Jahren hätte ich das sicherlich auch getan.
Dennoch blieb es ein Kampf und ich lief den Marathon in 3:34. Jetzt keine Katastrophe, aber natürlich weit weg von einer guten Zeit.
Auf der Laufstrecke wurde ich durchgereicht und finishte nach 9:29:30 als gesamt 123. der rund 2.600 Finisher und wurde 10. in der Ak.
Auf der einen Seite bin ich froh überhaupt starten gekonnt zu haben. Mit so einer Vorbereitung war halt nicht mehr möglich, Wunder gibt es keine im Ausdauersport. Auf der anderen Seite natürlich schade, weil die Ausgangsposition in meiner Ak nach Schwimmen und Rad fahren eine richtig gute war.
Wie es für mich auf der Langdistanz weitergeht kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Jedenfalls werde ich nur mehr eine machen, wenn ich mich auch vernünftig darauf vorbereiten kann, anders hat das wenig Sinn.
